ELEFANTEN IN THAILAND
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Begegnungsmöglichkeiten mit ELEFANTEN
in Thailand - respektvoll & naturnah

Nationalsymbol, Arbeitstier und Touristenmagnet – obwohl Elefanten in Thailand in hohem Maße verehrt werden und sie eng mit den Bewohnern verknüpft sind, zählen sie zu den am meisten bedrohten Arten des Landes. Wie du den grauen Riesen respektvoll und möglichst naturnahe begegnen kannst und warum du Elefantenreiten & Vorführungen meiden musst, erfährst du hier.  

Was du über Asiatische Elefanten wissen musst

Merkmale

Die Elefanten in Thailand gehören alle zu einer einzigen Art und zwar zum Asiatischen Elefanten (Elephas maximus). Sie gelten nach den Afrikanischen Elefanten als die zweitgrößten Landsäugetiere der Welt. Im Vergleich zu ihren Verwandten aus Afrika sind sie mit einer Höhe von 2,5 – 3,4 Meter etwas kleiner und unterscheiden sich auch noch in etlichen anderen anatomischen Merkmalen voneinander. 

Die Farbe des Asiatischen Elefanten ist meist dunkelgrau, kann aber im Bereich der Ohren, des Gesichts und des Rüssels beige-braune bis rosa Stellen aufweisen, an denen die Pigmentierung fehlt. Die Haut selbst ist fast haarlos und zwischen 2,5 bis 4 Zentimeter dick, weshalb sie auch als Dickhäuter bezeichnet werden.

Die Stoßzähne kommen nur bei den männlichen Tieren vor und sind kürzer als beim Afrikanischen Elefanten. Sie werden als Waffe aber auch als Werkzeug eingesetzt. Interessant ist, dass bei Elefanten auf jeder Seite des Ober- und Unterkiefers immer nur ein Backenzahn zur selben Zeit ausgebildet ist. Ist dieser durch die Reibung beim Kauen abgenutzt, wird er durch den nächstfolgenden Zahn ersetzt. Dies wird als horizontaler Zahnwechsel bezeichnet. Wenn alle 24 Backenzähne abgenutzt sind, können die alten Tiere keine Nahrung mehr zu sich nehmen und damit ist ihre Lebenserwartung limitiert. Das Maximalalter für wildlebende Elefanten liegt somit zwischen 60 und 70 Jahre

Die Ohren der Asiatischen Elefanten sind deutlich kleiner als bei den afrikanischen Verwandten und gleichen in ihrer Form einem Dreieck, das im oberen Bereich gefaltet ist. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur. Die Haut ist hier nämlich sehr dünn und die Elefanten können die Blutgefäße in den Ohren erweitern, wodurch sie mehr Wärme an die Umgebung abgeben. Das fächerartige Wedeln begünstigt diese Kühlung noch zusätzlich. 

Der Rüssel bildet sich aus einer Verlängerung der Oberlippe und Nase und besteht aus 40.000 Muskelnwelche eine hervorragende Feinmotorik ermöglichen. Die Rüsselspitze weist im Gegensatz zum Afrikanischen Elefanten nur eine fingerartige Verlängerung, dem Greiffinger auf. Der Rüssel selbst erfüllt gleichzeitig mehrere Funktionen. Er dient zum Atmen, Riechen, zur Lautäußerung in der Kommunikation, zur Nahrungsaufnahme, als Werkzeug oder auch als Waffe.

Ernährung

Elefanten sind reine Pflanzenfresser und ihre Nahrung besteht sowohl aus harten Bestandteilen wie Zweige, Rinde und Blätter, als auch weichen Teilen wie Gräser, Früchte und Samen. Mit dem Rüssel und dem Greiffinger packen sie die Nahrung und führen diese dann zum Mund. Auch Wasser wird mit dem Rüssel aufgesaugt, aber dann ebenfalls in den Mund gespritzt um es zu schlucken. Elefanten trinken also nicht mit dem Rüssel.

Aufgrund ihrer enormen Größe mit bis zu 3.600 Kilogramm sind Elefanten den Großteil des Tages mit Nahrungsaufnahme beschäftigt. Zwischen 17 und 19 Stunden am Tag verbringt ein ausgewachsener Asiatischer Elefant mit Fressen und nimmt dabei bis zu 150 Kilogramm frische pflanzliche Nahrung zu sich. Auch der Wasserbedarf ist beeindruckend, etwa 140 Liter pro Tag benötigt ein erwachsener Elefant. Das Nahrungsangebot und das Vorhandensein von ausreichend Wasser bestimmt daher maßgeblich die Größe ihres Lebensraums und die Länge ihrer täglichen Wanderungen in freier Wildbahn.

Sozialstruktur

Das Sozialgefüge der Elefanten besteht aus kleinen Familiengruppen mit durchschnittliche sechs Individuen. Diese Herden setzen sich überwiegend aus weiblichen Tieren mit ihrem Nachwuchs zusammen. Nicht nur zwischen Mutter und Jungtier, sondern auch zu den anderen Herdenmitgliedern besteht eine sehr intensive und enge BindungBullen schließen sich zeitweise diesen Gruppen an oder leben in Junggesellengruppen. 

Die Kommunikation erfolgt nicht nur über vielfältige Lautäußerungen und Gerüche, sondern vor allem über Körperhaltung und Tastkontakte. Elefanten halten intensiven Körperkontakt zu ihren Herdenmitgliedern und sehr regelmäßig finden Berührungen unter anderem mit dem Rüssel statt. 

Asiatische Elefanten werden im Alter zwischen 10 und 16 Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit variiert je nach Region, tritt aber sowohl in der Trocken- als auch in der Regenzeit ein. Die Tragzeit beträgt ungefähr 22 Monate und das einzige Jungtier wiegt bei der Geburt zwischen 80 und 110 Kilogramm. Es wird danach über mehrere Jahre hinweg gesäugt und sowohl von der Mutter, als auch von den restlichen Herdenmitgliedern intensiv betreut und beschützt. Weiblicher Nachwuchs verbleibt meist in der Familiengruppe, während die Männchen mit Erreichen der Geschlechtsreife die Herde verlassen und in entfernte Gebiete abwandern.

Verbreitung

Die Asiatischen Elefanten kommen in einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume vor und stellen eine Schlüsselart in den Habitaten dar. Sie sind sowohl in feuchten Laubwäldern, offenen Graslandschaften, trockenen Dornenwäldern als auch in immergrünen tropischen Regenwäldern zu finden. 

Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind sie heute aus über 85 Prozent ihres einst riesigen Verbreitungsgebietes verschwunden. Sie kommen nur noch in 13 Ländern – Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Sri Lanka, Thailand und Vietnam – vor und dort auch nur mehr in kleinen verstreuten Populationen.

Bedrohung

Die Asiatischen Elefanten werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet (EN) eingestuft. Schätzungen ergeben, dass im Jahr 2018 nur noch zwischen 41.000 und 52.000 wildlebende Asiatische Elefanten existierten und die Tendenz ist weiterhin fallend. Die größten Vorkommen gibt es heute vermutlich noch in Indien und Sri Lanka.

Asiatischer Elefant (Elephas maximus)
Kurzinfo

nur mehr 41.000 - 52.000 Individuen weltweit, aus 85 % seines Verbreitungsgebietes verschwunden.

Asiatische Elefanten sind vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraums, Wilderei und dem illegalen Handel mit Elfenbein bedroht. Durch den Verlust und die Zerstückelung ihrer Lebensräume und dem damit verbundenen verringerten Nahrungsangebot kommt es vermehrt zu Begegnungen zwischen Menschen und Dickhäutern. Die Tiere verursachen dabei häufig Ernte- und Sachschäden in Dörfern und es kommt auch zu Verletzungen oder sogar Todesfällen in Gemeinden. Dies führt dann zu Vergeltungsmaßnahmen gegen die Elefanten, welche die Bestände weiter verringern.

In THAILAND habe ich diese Regionen bereist:

Thailand

Viele Infos zu Thailands exotischer Tierwelt findest du in diesem Beitrag.

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Ich bin Iris, Gründerin von Travel to Find. Hier dreht sich alles um das Unterwegs-Sein. Um unvergessliche Momente, die man nicht suchen muss, sondern einfach findet. Und um das Leben selbst, das uns zustößt, während wir uns etwas anderes vorgenommen haben. 

Die Problematik des Elefantentourismus

Elefanten (thailändisch „Chang„) sind in Thailand nahezu allgegenwertig. Egal ob als Figuren und Statuen in Tempelanlagen, als Namensgeber für das thailändische Bier, als Motive auf T-Shirts und Hosen oder als lebendige Touristenattraktionen. So beeindruckend und faszinierend die grauen Dickhäuter auch sind, so traurig ist auch ihre Geschichte im Land.  

Über 100.000 freilebende Elefanten gab es Anfang des 20. Jahrhunderts in Thailand. Heute leben tatsächlich nur mehr zwischen 2.000 und 3.000 Individuen in freier Wildbahn. Im Gegensatz dazu müssen bis heute etwa 3.000 bis 4.500 Elefanten ihr Leben in Gefangenschaft verbringen. Obwohl die Tiere von der einheimischen Bevölkerung geschätzt und verehrt werden, fristen viele der grauen Riesen oft Jahrzehnte lang an kurzen Ketten und in sozialer Isolation ihr Dasein

Die unbequeme Wahrheit

Wenn du Elefanten begegnen und ihnen möglichst nahe kommen möchtest, muss du dir über eine Tatsache immer im Klaren sein:

!! Elefanten sind Wildtiere !!

Kein Elefant würde jemals freiwillig die Nähe eines Menschen oder irgendwelche Berührungen tolerieren und schon gar nicht das Reiten auf seinem Rücken. Um dies zu ermöglichen, muss im Vorfeld eine Unterwerfung des Tieres stattfinden, welche nur unter massiver Gewalteinwirkung und Folter stattfinden kann

gequälter Elefant hängt gefesselt in den Seilen beim grausamen Ritual der Unterwerfung Phajaan
Quelle: Future for Elephants e.V.

PHAJAAN oder The Crush

Ein grausames Ritual, das an JEDEM Elefanten angewendet wird, der für den Kontakt zu Menschen bestimmt ist. Dabei wird mittels Angst, Schmerz und und tage- bis wochenlanger Folter der Wille des Elefanten gebrochen, um ihn zu unterwerfen und ihn gefügig zu machen.

Diese brutale Prozedur wird häufig an Elefantenkälbern meist schon im Alter zwischen zwei bis vier Jahren durchgeführt. In dieser Zeit werden sie noch gesäugt und müssen den Müttern regelrecht entrissen werden. Eine unvorstellbare Tortur für beide Seiten!

Aber auch nachdem der Wille des Tieres vollends gebrochen wurde, hören die Schmerzen, Qualen, der Stress und die Angst nicht auf. Die meisten Elefanten verbringen ihr ganzes Leben in der Tourismusindustrie und müssen unter ständigen Misshandlungen und miserablen Haltungsbedingungen ihr Dasein fristen, ohne Aussicht auf Veränderungen. Denn es gibt bis heute genügend Touristen, die im Urlaub etwas erleben und belustigt werden möchten.

Nachfolgend einige der alltäglichen Gegebenheiten, die teils vor deinen Augen geschehen und teils hinter den Kulissen nach den Öffnungs- und Besuchszeiten stattfinden. Und glaube mir, dies sind keine an den Haaren herbeigezogenen Ausnahmesituationen. Es ist die gängige und übliche Praxis, die du heutzutage bei einem Großteil der Anbieter für Elefantentouren finden wirst. Du musst nur den Mut haben, genauer hinzublicken und dich zu informieren. 

ANKUS - der Elefantenhaken

Ein Stock mit Klinge und / oder Haken, der als Werkzeug dient, um Elefanten lenken zu können. Im Zuge der Unterwerfung wird der Ankus zum Symbol für Angst, Schmerz und Qual. Durch Schläge auf  Kopf, Ohren, Rüssel oder Füße wird der Elefant sein Leben lang mit dem Ankus gelenkt. 

der Elefantenhaken, Ankus
Quelle: https://de.upali.ch/ankus-elefantenhaken/
Elefantenfuß zerrt an Kette

Ein Leben in Ketten

Freilebende Elefanten wandern oft viele Kilometer am Tag. Die Tiere in Gefangenschaft werden ihr Leben lang an extrem kurzen Ketten (meist kaum 3 Meter) gehalten, die teilweise mit Nägeln versehen sind, um das Zerren daran zu unterbinden. Sie stehen oft tagelang in ihren eigenen Ausscheidungen.

Pure Einsamkeit

Elefanten sind hochsoziale Tiere, die Artgenossen und Körperkontakt beinahe genauso dringend brauchen, wie die Luft zum Atmen. In Gefangenschaft fristen sie ihr Leben entweder völlig alleine oder kurz angekettet neben anderen Artgenossen ohne die Möglichkeit Berührungen austauschen zu können. 

Hunger & Schmerz

Elefanten verbringen normalerweise 17 bis 19 Stunden am Tag mit Fressen und der Suche nach Futter. Tiere in Gefangenschaft sind sehr oft unterernährt. Ohne Rücksicht auf Verletzungen,  Erkrankungen, Hunger oder Altersschwäche werden sie aber Tag für Tag als Touristenattraktion eingesetzt.  

Zucht & Zwangspaarungen

Nachwuchs in Gefangenschaft ist aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen relativ selten. Künstliche Besamung und auch Zwangspaarungen werden eingesetzt. Zuchtprogramme leisten zum Großteil keinen Beitrag zum Artenschutz, sie decken lediglich den Nachschub für die Tourismusindustrie.

Illegale Wildfänge

Da für den Tourismus v.a. weibliche Tiere und Jungtiere benötigt werden und die Zucht nicht sehr erfolgreich ist, wird der Nachschub noch immer zu einem großen Teil über illegale Wildfänge gesichert. Dabei müssen für ein einziges Elefantenbaby durchschnittlich fünf erwachsene Tiere getötet werden, die es beschützen.

Elefanten als Touristenattraktion

Früher wurden die Elefanten in Thailand hauptsächlich zur Waldarbeit eingesetzt. 1989 stoppte ein königliches Dekret jedoch die bis dahin exzessiv betriebene Rodung der Wälder. Die Elefanten, ihre Besitzer und Mahouts (Elefantenführer) wurden damit nahezu alle auf einen Schlag arbeitslos. Damit begann die Trendwende und von nun an wurden Elefanten hauptsächlich im lukrativen und florierenden Tourismusbereich eingesetzt.

Elefantencamps und kleine private Anbieter schossen wie Pilze aus dem Boden, um mit der Belustigung der zahlungskräftigen Touristen gutes Geld zu Verdienen. Bis heute hat sich daran leider nicht all zu viel geändert. 

Die Nachfrage nach einer Begegnungen mit Elefanten ist besonders in Thailand bis heute enorm und daher ist es nicht verwunderlich, dass es eine riesige Auswahl an touristischen Aktivitäten gibt. Tausende Elefanten leben dafür heute in Gefangenschaft, unter teils fragwürdigen, teils offensichtlich horrenden Bedingungen.

Was das für das Leben der Grauen Riesen bedeutet und wieviel Leid und Qual damit verbunden ist, erkläre ich dir in dem  gesonderten Beitrag. 

Elefanten als Touristenattraktion

Hinter den Kulissen des Elefantentourismus gibt es jede Menge Tierquälerei und Leid. Grausame Trainingsmethoden, haarsträubende Haltungsbedingungen gefesselt an kurzen Ketten, soziale Isolation und die brutale Unterwerfung Phajaan. Aber es gibt auch Lichtblicke – Touren zur Elefantenbeobachtung in Nationalparks und respektvoll geführte Ethische Elefantensanctuaries, die das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt stellen.

Elefantenreiten

In den Köpfen vieler Touristen ist leider das Reiten eines Elefanten nach wie vor mit einem Thailandurlaub eng verknüpft. Es steht für viele Urlauber ganz oben auf der To-Do Liste. In den meisten touristisch beliebten Region finden sich eine große Auswahl an Angeboten und diese sind leider auch sehr gut besucht. 

Zugegeben, die Vorstellung auf einem Elefanten durch den grünen Dschungel zu reiten, klingt im ersten Moment schon irgendwie abenteuerlich und verlockend. Sobald du dich aber ein klein wenig mit der Thematik beschäftigst, wird klar, dass Elefantenreiten ganz und gar nichts Schönes oder Faszinierendes an sich hat. Ganz im Gegenteil, es ist TIERQUÄLEREI und das wird ganz offensichtlich, wenn du dir die Tiere in derartigen Elefantencamps ansiehst. 

Einerseits sind weder der Rücken noch der Kopf der Elefanten anatomisch dafür gebaut, Menschen zu tragen, egal ob mit oder ohne Sattel. Auch wenn es kräftige Tiere sind, es bereitet ihnen schlichtweg Schmerzen. Andererseits fristen sie den größten Teil ihres Lebens an kurzen Ketten, in sozialer Isolation und ohne Zugang zu ausreichend Futter und Wasser. Ganz abgesehen davon, was hinter den Kulissen abläuft, um die Elefanten gefügig zu machen und sie zu trainieren. 

Elefantenreiten

Du möchtest in deinem Urlaub Elefanten begegnen? Und kannst dir nichts Schöneres vorstellen, als auf dem Rücken eines Grauen Riesen durch den Dschungel zu reiten? – Dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich. Er wird dir die Augen öffnen, deine Meinung ändern und dir Alternativen aufzeigen!

Kein Wunder also, dass diese von Natur aus hoch sensiblen und sozialen Tiere in den Reitcamps wirken, als hätten sie den Verstand verloren. Vermutlich haben viele von ihnen das auch. Sie zeigen abnormale, sich ständig wiederholende Bewegungsmuster, sogenannte stereotype Verhaltensweisen, wie das Hin- und Herschaukeln des Kopfes oder das Scharren mit den Beinen. So stehen sie mit ihren Sätteln kurz angekettet den ganzen Tag nebeneinander und warten auf die nächsten unwissenden oder unbedachten Touristen, die auf ihren Rücken klettern wollen, um eine Runde zu drehen.

Elefanten-Shows

Nicht nur das Elefantenreiten, sondern auch Paraden und Vorführungen mit Elefanten sind wahre Touristenmagnete und bringen viel Geld ein. In Zirkussen und bei diversen Elefanten-Shows müssen die Tiere zur Unterhaltung und Belustigung von Menschen Kunststücke verschiedenster Art vorführen. Dies reicht von Tanzen, Malen, Fußballspielen, auf den Hinterbeinen stehen bis hin zu Kopf-/Rüsselständen. 

Das Nachahmen unserer eigenen Verhaltensweisen scheint die Menschen zu begeistern, auch wenn es im höchsten Maße unnatürlich und erniedrigend für Elefanten ist. Ein langer und schmerzhafter Trainingsprozess mit vielerlei Bestrafung, Folter und Zwang ist erforderlich, um den Tieren diese Tricks beizubringen. 

Der Ankus (Elefantenhaken), der Lärm und die flackernden grellen Lichter führen nicht nur zu körperlichen Schäden wie Gelenksproblemen, Blindheit und Gehörverluste, sondern vor allem auch zu psychischen Traumata. Genau wie bei den Reitelefanten, sind die Haltungsbedingungen miserabel und die Tiere fristen zwischen den Aufführungen ihr Dasein an kurze Ketten. Ganz zu schweigen von dem grausamen Ritual Phajaan, das im Vorfeld nötig ist, um einen Elefanten überhaupt gefügig zu machen. 

Elefanten-Camps & Sanctuaries

Aber auch im Elefantentourismus ist in den letzten Jahren eine Trendwende zu erkennen. Die Nachfrage nach ethischen und nachhaltigen Angeboten wird immer höher und das Reiten von Elefanten bekommt zunehmend einen fahlen, schlechten Beigeschmack.

Der öffentliche Druck auf die ehemaligen Reitcamps wächst und daher haben viele Einrichtungen eine neu Vermarktungsstrategie eingeschlagen. Sie bezeichnen sich heute als SanctuaryRettungsstation oder Waisenhaus. Sie werben mit Wohltätigkeit und mit geretteten misshandelten Elefanten. 

Nicht mehr Reiten ist das Highlight, sondern das Füttern, Spazierengehen und Baden oder Schrubben der Grauen Riesen steht im Mittelpunkt. Der Besucher soll das Gefühl erhalten, mit seinem Besuch etwas Gutes zu tun und einen Beitrag zur Verbesserung der Situation der armen Tiere zu leisten.   

Für die betroffenen Elefanten hat sich durch diese Änderung die Situation aber leider nicht maßgeblich verbessert. Im Grunde genommen sind es nur neue „Kunststücke“, die ihnen beigebracht wurden – zum Beispiel Stillstehen oder Hinlegen, wenn eine Gruppe Menschen sie mit Wasser bespritzen, abschrubben, streicheln und auf ihnen herumklettern. 

Auch Trainingsmethoden mit dem Elefantenhaken und die schlechten Haltungsbedingungen isoliert an kurzen Ketten haben sich dadurch nicht verändert. Die Tiere leiden weiterhin still vor sich hin.

In den meisten Fällen verbirgt sich hinter der neuen Bezeichnung also weiterhin eine schlichtweg knallharte und rein profitorientierte Tourismusindustrie, die weder Elefanten rettet, noch sie respektvoller behandelt und schon gar nicht einen Beitrag zum Artenschutz leistet! 

Natürlich gibt es auch AUSNAHMEN!

Einige Elefanten Sanctuaries arbeiten mittlerweile tatsächlich an ethisch vertretbaren Konzepten, die sich rein dem Wohl der in Gefangenschaft lebenden Elefanten verschrieben haben. Sie sind leider nicht immer leicht zu finden. Im Abschnitt Ethische Elefanten Sanctuaries erkläre ich dir was den gravierenden Unterschied ausmacht und wie du Elefantenprojekte erkennst, die den Tourismus in eine nachhaltige und artgerechte Richtung lenken. Hier schon mal ein Beispiel für eines gut geführten Sanctuaries.

Über 100 gerettete Elefanten leben im Elephant Nature Park im Norden von Chiang Mai. Diesem ethisch und respektvoll geführte Elefanten-Sanctuary solltest du unbedingt einen Besuch abstatten. Alle Infos dazu findest du hier. 

DU kannst Veränderungen bewirken!

Du möchtest unbedingt Elefanten begegnen, aber auf keinen Fall diese vielfältigen Arten der Tierquälerei unterstützen? – Die gute Nachricht ist, dass du nicht grundsätzlich auf eine Elefantentour verzichten musst. Du musst dir lediglich genau überlegen, wofür du dein Geld ausgeben möchtest.

Sei dir bewusst, dass du als einzelner Tourist einen wichtigen Beitrag zur Veränderung im Umgang mit Elefanten leisten kannst. Du gibst die Richtung vor, in die sich der Elefantentourismus entwickeln soll. Mit deinem Kaufverhalten, den bezahlten Eintrittsgeldern, Gebühren, Spenden und Ausflugspreisen unterstützt du Einrichtungen und deren Handlungsweisen und ermöglichst ihren Fortbestehen.  

1. Informiere dich gründlich

Es gibt jede Menge Literatur und Filmmaterial zum Thema Elefantentourismus und das gewaltige Ausmaß an Tierquälerei im Rahmen der Belustigung von Urlaubern. Keine leicht verdauliche Lektüre, ganz im Gegenteil – sie ist verstörend, traurig und haarsträubend

Aber nur wenn du das Wissen darüber besitzt und du dir dieser Grausamkeiten bewusst bist, löst sich der Wunsch Elefanten möglichst nahe zu kommen völlig in Luft auf. Nur wenn du weißt, wieviel Leid und Qual ein Elefant ertragen muss, damit du auf ihm reiten oder ihn streicheln und baden kannst, wird sich deine Sicht der Dinge verändern und du kannst die richtigen Entscheidungen treffen.

Literatur:

Literatur:

Videos:

Videos:

2. Bleib kritisch & hinterfrage

Bleib kritisch gegenüber jeglichen Angeboten, die dir auf den Straßen und in den Büros von Tourenanbietern unterkommen. Auch wenn du so wie ich kein Fan von detaillierten Planungen bist, ist es hier wichtig im Vorfeld möglichst viel Hintergrundinformation über den Anbieter zu sammeln, bei dem du eine Tour buchen möchtest.

  • Wer steckt dahinter? – eine Tierschutzorganisation, private Anbieter,…
  • Was wird angeboten? – wie groß sind die Besuchergruppen, gibt es direkten Kontakt zu den Elefanten, gibt es Vorführungen oder Shows, werden Elefantenhaken eingesetzt, tragen die Elefanten Ketten / Seile,…. 
  • Wie sieht die Haltung der Elefanten aus? – wie groß ist das Gelände und der Bewegungsfreiraum, leben sie einzeln oder in Gruppen, gibt es Zugang zu Wasser, Schatten, Veterinärmedizin,…
  • Engagiert sich die Einrichtung / Organisation auch anderweitig? – im Tierschutz, bei Rettungsaktionen, bei Auswilderungsprojekten,…

Eine Menge Fragen, ich weiß, aber verantwortungsvolle Einrichtungen werden transparent sein! Sie schränken die Interaktionen mit den Besuchern ganz bewusst ein, denn das Wohl der Tiere steht für sie an oberster Stelle. Sie leisten Aufklärungsarbeit, nicht nur über die Asiatischen Elefanten selbst, sondern auch über die Probleme und Missstände im Elefantentourismus.

Um dir die Suche zu vereinfachen, habe ich hier schon mal eine Auswahl an Ethischen Elefanten Sanctuaries in Thailand zusammengestellt. Vielleicht ist ja das Richtige für dich dabei. Und ein eigener Beitrag zu ethischen Elefanten Sanctuaries mit allen wissenswerten Infos wird in Kürze folgen.

3. Boykottiere & erzähl es weiter

Boykottiere die Ausbeutung von Elefanten in der Tourismusindustrie indem du kein Geld dafür ausgibst. Wie heißt es doch so schön: „Ohne Moos nix los!„. Dafür war die Corona Pandemie ein gutes Beispiel. Es gab keine zahlungskräftigen Touristen im Land und daher mussten in dieser Zeit viele Einrichtungen schließen und viele Elefanten fanden bei Rettungsorganisationen ein neues besseres Zuhause.  

Wenn durch aufgeklärte, bewusst entscheidende Touristen das Geld weg von den fragwürdigen Elefantencamps hin zu den ethisch geführten Sanctuaries fließt, ist der Weg zu einem respektvollen Umgang mit Elefanten geebnet. 

Deshalb gehe als gutes Beispiel voran und meide selbst jegliche Art von Elefantenvorführungen, Shows, Zoos und nimm an keinen Ausflügen zu Elefantencamps teil, die Elefantenreiten oder ähnliches anbieten. 

Und erzähl es weiter! Je mehr Menschen über die grauenhaften Missstände im Elefanten- und Wildtiertourismus Bescheid wissen und sich gegen Einrichtungen entscheiden, die Tierquälereien als Mittel zum Zweck dulden, desto rascher kann ein Wandel herbeigeführt werden.  

4. Unterstütze nachhaltige & respektvolle Projekte

Verabschiede dich also von den Gedanken an „Elefantenbabies streicheln“ oder „auf den großen grauen Riesen durch den Dschungel reiten“. Es gibt genügend Alternativen, wie du Elefanten in Thailand (und auch anderen Teilen der Erde) auf eine nachhaltige, artgerechte und respektvolle Weise begegnen kannst. 

Be part of the solution, not part of the problem!

Die beste Möglichkeit ist natürlich, Elefanten in einem der Nationalparks in freier Wildbahn zu beobachten, dort wo sie in Familien-Gruppen in ihrer natürlichen Umgebung leben, so wie es sein sollte. 

Eine andere Alternative sind die bereits erwähnten Ethischen Sanctuaries, die Elefanten tatsächlich aus Reitcamps, Zoos und Zirkussen retten. Sie geben ihnen ein neues, friedvolles Zuhause und ermöglichen ihnen ein Leben ohne Angst und Schmerz. 

Auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, such dir ein Einrichtung, in der Elefanten einfach Elefanten sein dürfen und du als Mensch „nur“ eine Beobachterrolle einnimmst. Ein Projekt, in dem du mit einem Guide auf deinen eigenen Beinen durch ein naturnahes Gelände streifst, um das natürliche und majestätische Verhalten einer kleinen Elefantenherde zu beobachten. Ein Projekt, in dem die Elefantenmutter selbst ihr Kleines streicheln und liebkosen kann und ihm zusammen mit den anderen Elefanten-Nannies alles beibringt, was es heißt ein Elefant zu sein. 

Hier kommst du zu eine Auswahl an solchen Projekten.

Naturnahe Begegnungsmöglichkeiten mit Elefanten in thailändischen NATIONALPARKS

Die beste und schönste Art, Elefanten zu begegnen ist, sie in freier Wildbahn zu beobachten. Über 100.000 freilebende Elefanten gab es Anfang des 20. Jahrhunderts im Land. Leider existieren heute nur mehr zwischen 2.000 und 3.000 wildlebende Elefanten in Thailand, die in kleinen verstreuten Populationen vorkommen. Dieser immense Rückgang ist in erster Linie auf den Verlust ihres Lebensraums zurückzuführen, aber auch auf Wilderei und den illegalem Handel mit Wildtieren und Elfenbein.

Im Nationalpark Elefanten beobachten

Wenn du Elefanten live und unverfälscht in ihrer natürlichen Umgebung beobachten möchtest, dann plane unbedingt einen Besuch in einem der folgenden Nationalparks ein. 

Selbstverständlich können Sichtungen nicht garantiert werden, aber dafür ist die Tour durch die Wildnis eines Schutzgebietes ein Abenteuer für sich. Einen Teil der geführten Safari wirst du vermutlich mit der Suche nach den Tieren verbringen, aber wenn du erst welche gesichtet hast, ist die Freude umso größer. 

Du wirst die Elefanten meist zwar nur aus der Entfernung oder durch ein Fernglas betrachten können. Aber dafür bist du Zeuge ihres ureigenen Verhaltens in freier Wildbahn

Das ist es doch, was wir eigentlich alle sehen möchten – nicht das Bild eines einzeln mittleiderregenden angeketteten Elefanten, der apathisch seinen Körper hin- und herschaukelt und dessen Augen allen Glanz verloren haben. Wir wollen Elefanten in Freiheit sehen, die in kleinen Herden fressend durch die grünen Wälder streifen, ein Schlammbad nehmen und mit ihren Artgenossen interagieren.

Karte zu Begegnungsmöglichkeiten mit freilebenden Elefanten in Thailand

Meist ist die Anzahl an Elefanten in den riesigen Nationalparks nur sehr klein, so dass die Sichtungswahrscheinlichkeit relativ gering ist und du eine große Portion Glück brauchst. Lediglich in einigen wenigen Schutzgebieten Thailands besteht heutzutage eine reelle Chance Asiatische Elefanten frei und wild anzutreffen. 

1. Kui Buri Nationalpark

Dieser Nationalpark liegt etwa 85 Kilometer südlich von Hua Hin und ist der wohl beste Ort, um wildlebende Asiatische Elefanten in Thailand zu beobachten. Es wird geschätzt, dass hier etwa 320 Elefanten eine Heimat gefunden haben. Das ganze Jahr über sind im Nationalpark Herden von 20 bis 40 Tieren unterwegs und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du sie aus der Ferne beobachten kannst.

Du möchtest freilebende Asiatische Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten? – Dann ab zum Kui Buri Nationalpark! Bei einer Pick-up Safari durch das Schutzgebiet ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du den majestätischen Tieren tatsächlich begegnen wirst.

2. Khao Yai Nationalpark

Nach Kui Buri ist der Khao Yoi Nationalpark der zweitbeste Ort, um freilebenden Elefanten zu begegnen. Das Schutzgebiet liegt 180 Kilometer nordöstlich von Bangkok und kann von dort aus sogar als Tagesausflug gebucht werden. Aufgrund der Transferzeiten empfiehlt es sich aber eine Übernachtung einzuplanen. Auf diese Weise gibst du deinem Glück und deinem Guide zwei Tage Zeit, um eine Herde der rund 200 bis 250 Elefanten zu entdecken, die laut Schätzungen in diesem Nationalpark leben. 😉

Mehr Infos zu Anreise und Angeboten auf der offiziellen Website und auf der Seite von Thai National Parks.

3. Kaeng Krachan Nationalpark

Auch im größten Nationalpark Thailands Kaeng Krachan, kannst du mit etwas Glück Elefanten beobachten. Er befindet sich etwa 60 Kilometer westlich von Phetchaburi und 75 Kilometer von Hua Hin. Schätzungen zufolge leben hier zwischen 200 bis 300 Elefanten. Die beste Zeit für eine Sichtung sind die trockenen Monaten Februar bis Mai, in der sich die Tiere häufiger an den Wasserstellen aufhalten.  

Mehr Infos zum Nationalpark gibt es auf der Seite von Thai National Parks.

4. Khao Sok Nationalpark

Auch im berühmten und viel besuchten Nationalpark Khao Sok, der sich zwischen Surat Thani und Khao Lak befindet, ist es möglich Elefanten zu sichten. Da in diesem Schutzgebiet jedoch Schätzungen zu Folge nur 30 – 60 Individuen leben, ist die Wahrscheinlichkeit jedoch deutlich geringer als in den anderen erwähnten Nationalparks. 

Mehr Infos zum Nationalpark gibt es auf der offiziellen Website und der Seite von Thai National Parks.

ETHISCHE ELEFANTEN SANCTUARIES -
respektvolle Elefanten Begegnungen

Für viele Urlauber soll eine Begegnung mit Elefanten das absolute Highlight ihres Thailand Besuches werden. Vielleicht gehörst auch du zu ihnen und das ist absolut verständlich. Elefanten sind wahrlich majestätische Tiere und sie aus der Nähe zu beobachten ist ein sehr beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis

Leider ist in dieser Hinsicht noch immer das Elefantenreiten in den Köpfen der Leute tief verankert. Aber auch das Streicheln und Anfassen, sowie Selfies mit den Grauen Riesen sind begehrte Aktivitäten. Viele Anbieter werben heutzutage mit Wohltätigkeit und geretteten Elefanten, die in dem angeblichen „Sanctuary“ ein neues, besseres Zuhause gefunden haben sollen. Du kannst mit ihnen spazieren und baden gehen, oder darfst sie streicheln, füttern und waschen. Und es wird dir vermittelt, dass du den Tieren etwas Gutes damit tust.

Dass all diese Elefanten im Vorfeld eine brutale Unterwerfung, den Phajaan durchmachen mussten, der Ankus (Elefantenhaken) ihr ständiger Begleiter ist, Kettenhaltung und soziale Isolation keine Seltenheit in derartigen Einrichtungen darstellen und dass der Kontakt zu Menschengruppen den Elefanten großen Stress und Angst beschert, ist den meisten Besuchern gar nicht bewusst. Die Tierliebe, Gutgläubigkeit und Unbedachtheit der meisten Besucher wird in vielen Fällen schamlos ausgenutzt.

Wie finde ich ein Ethisches Sanctuary?

Wenn du also eine x-beliebige Elefantentour buchst, die dir auf der Straße oder in einem der unzähligen Tourenbüros angeboten wird, dann unterstützt du mit größter Wahrscheinlichkeit ein profitorientiertes Unternehmen, dass weder das Wohl der Tiere im Fokus hat, noch vor Tierquälereien zurückschreckt.

Die Einrichtungen, die tatsächlich nachhaltige und respektvolle Elefantenbegegnungen anbieten, sind leider nicht so allgegenwärtig und meist schwerer zu finden. Aber es ist nicht unmöglich und es ist die Mühe wert! Zu wissen, dass du mit deinem Geld tatsächlich einen Anbieter unterstützt, dem das Wohl der Elefanten am Wichtigsten ist und der ihre Belange über die der Besucher stellt, ist ein großartiges Gefühl. 

Nur damit können langfristige Veränderungen im Elefantentourismus bewirkt und den Elefanten in Gefangenschaft ein besseres Leben ermöglicht werden. Jeder einzelne Tourist kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, es liegt also auch in deiner Verantwortung!

Um dir die Suche nach derartigen Einrichtungen etwas zu vereinfachen, hab ich hier einerseits einige Merkmale zusammengefasst, anhand denen du ein ethisch geführtes Sanctuary erkennen kannst. Andererseits findest du auch eine Übersicht über Projekte, die ich selbst bereits besucht habe, oder die ich nach meinen ausführlichen Recherchen für unterstützungswürdig erachte. 

Ethische Elefanten Sanctuaries

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Merkmale von Ethischen Elefanten Sanctuaries

Wenn dir ein Sanctuary ins Auge sticht und du erwägst es zu besuchen, dann versuche im Vorfeld möglichst viele  Informationen zu der Einrichtung zu sammeln, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie der Umgang mit den Elefanten ist und wofür der Anbieter steht.

Respektvoll geführte Elefanten Sanctuaries zeichnen sich vor allem durch folgende Punkte aus:

  • Es gibt keine Reitmöglichkeiten, egal ob mit oder ohne Sattel und auch keine Elefanten-Vorführungen
  • Der Einsatz von Elefantenhaken ist verboten.
  • Die Elefanten sind nicht angekettet. Sie können sich die meiste Zeit des Tages frei auf dem Gelände bewegen, auch außerhalb der Öffnungs- und Besuchszeiten.
  • Sie haben jederzeit Zugang zu Futter und Wasser und auch die medizinische Versorgung ist gewährleistet. 
  • Die Elefanten leben im Gruppenverband mit mehreren erwachsenen Tieren und haben jederzeit die Möglichkeit Körperkontakt zu suchen oder Berührungen auszutauschen, wenn sie das möchten. 
  • Die Einrichtung bietet den Elefanten einen möglichst naturnahen Lebensraum mit Vegetation und Gewässern, in dem sie genügend Schatten finden, Sand- / Schlammbäder nehmen und im Wasser baden können.
  • Saddle-Off oder Hands-Off-Modele: Der Schwerpunkt der Elefantenbegegnungen liegt auf der Beobachtung der Tiere. Die Interaktionen und körperlichen Kontakte zwischen den Elefanten und Besuchern wird auf ein Minimum reduziert und erfolgt nur im Beisein geschulter Tour Guides. 
  • Die Elefanten wurden aus schlechten Haltungsbedingungen in Gefangenschaft gerettet und die Einrichtung hat kein Interesse an Paarungen beziehungsweise Nachwuchs, außer sie ist Teil eines Auswilderungsprogrammes.
  • Die Einrichtung leistet Aufklärungsarbeit sowohl für Touristen, als auch Einheimische, nicht nur über die Elefanten selbst, sondern auch über die Missstände im Elefantentourismus und Veränderungsmöglichkeiten.

Übersicht - respektvolle Elefantenbegegnungen in Thailand

Durch den Besuch eines ethischen Elefanten-Projektes unterstützt du eine freundliche & respektvolle Form des Elefantentourismus. Der Schwerpunkt liegt dabei darauf, die Elefanten zu beobachten, wie sie das tun, was natürlich für sie ist. 

Elefanten sind besonders soziale, intelligente und einfühlsame Wesen. In der freien Wildbahn verbringen sie 17 bis 19 Stunden damit, auf der Suche nach Nahrung und Wasser in einer Herde durch Wälder und Wiesen zu streifen und zu fressen. Sie halten engen Körperkontakt zu den Mitgliedern ihrer Gruppe, kommunizieren viel und baden im Sand, Schlamm oder Wasser. Und das alles wirst du bei einer verantwortungsvollen Elefantentour sehen – Elefanten, die Elefanten sein dürfen!  

In Thailand gibt es eine unglaubliche Fülle an Angeboten zu Elefantenbegegnungen. Die Namen und Bezeichnungen der Einrichtungen sind oft sehr ähnlich und meist auch irreführend. Sogenanntes „Sanctuary“ gibt es wie Sand am Meer und die meisten haben mit einem tatsächlichen Rettungszentrum nichts gemein. Dadurch ist es enorm schwierig zwischen guten und schlechten Anbietern zu unterscheiden

Aus diesem Grund habe ich hier für dich eine Übersicht zusammengestellt, die nicht nur eine Auswahl an  Anbietern ethisch geführter Sanctuaries in ganz Thailand enthält, sondern auch die Nationalparks zeigt, in denen du mit etwas Glück freilebende Elefanten beobachten kannst. Jene Einrichtungen, die ich persönlich besucht und die mich von ihrer Arbeit zu 100 Prozent überzeugt haben, findest du hier im nächsten Abschnitt

Die Karte und die dazugehörigen Links sollen es dir erleichtern, eine geeignete Einrichtung für deinen Thailand Urlaub zu finden, in der du Elefanten respektvolle begegnen und unvergessliche Momente mit den Dickhäutern erleben kannst. 

Viel Recherchearbeit war notwendig um all diese Projekte zusammenzutragen und in diesem Zusammenhang haben mich vor allem die Projekte der Save Elephant Foundation beeindruckt. Die NGO wurde von der extrem engagierten und mittlerweile weltweit bekannten thailändischen Tierschützerin Lek Chailert gegründet. Sie unterstützt nicht nur zahlreiche kleinere Saddle-Off-Projekte die Asian Elephant Projects in Thailand selbst, sondern auch das Cambodia Wildlife Sanctuary und das Elephant Sanctuary Laos.

Ethische Elefanten Projekte in Thailand

(Stand Jänner 2025)

in Nordthailand & Chiang Mai
in Zentralthailand
in Ko Samui
in Phuket
im Khao Sok Nationalpark

👍🏽….. kein Baden mit den Elefanten 

Die Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt sicherlich noch andere nachhaltige Projekte im Land, die einen respektvollen Umgang mit Elefanten pflegen. Dennoch muss gesagt werden, dass dies meistens nicht der Fall ist und du dich wirklich gründlich über ein Angebot informieren solltest, bevor du dein Geld dafür hergibst und damit auch deine Unterstützung.

meine Tipps

Beispiele für Ethische Sanctuaries in Thailand

Im Vorfeld unserer Thailandreisen habe ich viel Zeit aufgewendet, um herauszufinden, welche Einrichtungen verantwortungsvolle und respektvolle Elefantenbegegnungen anbieten. Ein schwieriges Unterfangen aus so großer Distanz eine Beurteilung vorzunehmen, vor allem da eine unglaubliche Menge an Touren-Angeboten vorhanden ist. 

Dennoch bin ich im Zuge meiner Recherchen auf zwei Organisationen gestoßen, die sich jeweils auf ihre eigene Art und Weise im Bereich des Elefantenschutzes engagieren und respektvolle Begegnungen mit den Dickhäutern ermöglichen. Beiden habe ich in unseren Thailand Urlauben einen Besuch abgestattet und ihre Arbeit hat mich zutiefst beeindruckt. Überzeugt davon, dass es sich dabei um verantwortungsvolle, nicht profitorientierte Einrichtungen handelt, die zu 100 Prozent unterstützungswürdig sind, kann ich dir einen Besuch dieser Einrichtungen wärmstens ans Herz legen. 

5/5

Der Elephant Nature Park befindet sich im Norden von Chiang Mai und gehört zu der thailändischen NGO Save Elephant Foundation, die mehrere kleine Saddle-Off-Projekte im ganzen Land unterstützt. Auf einer Landfläche von 250 Hektar haben über 100 gerettete Elefanten ein neues friedvolles Zuhause gefunden. Gegründet wurde das Sanctuary von Saengduean ‚Lek‘ Chailert – eine bekannte thailändische Tierschützerin, die ihr Leben dem Schutz und dem Wohlergehen der in Gefangenschaft lebenden Asiatischen Elefanten verschrieben hat. 

5/5
4 Elefanten in einer Herde auf dem grünen Freigelände der WFFT, Cha Am, Thailand

Drei Stunden südlich von Bangkok in der Nähe von Cha-Am liegt das Rettungszentrum des WFFT, einschließlich des Elefanten-Refugiums. Auf 18 Hektar Land leben hier derzeit 23 Elefanten, die aus Reit- und Trekkingcamps gerettet wurden. Gegründet wurde die NGO von dem Holländer Edwin Wiek, der sich auch verschiedenen anderen Projekten im Bereich des Tierschutzes verschrieben hat. 

Fazit zu ethischen Elefanten Sanctuaries

In gut geführte Sanctuaries steht das Wohl der Elefanten an oberster Stelle, auch wenn dadurch die Interaktionen zwischen Besuchern und Tieren eingeschränkt werden müssen. Mit einem Besuch derartiger Projekte, kannst du nicht nur auf Tuchfühlung mit den beeindruckenden Grauen Riesen gehen, du unterstützt damit auch die Arbeit dieser Organisationen maßgeblich.

Nur durch eine wachsende Nachfrage an ethischen, verantwortungsvollen Touren kann sich der Elefantentourismus in eine Richtung entwickeln, die den Tieren einen gewaltfreien und respektvollen Umgang bietet und ihnen die Möglichkeit gibt, wieder einfach nur Elefant sein zu dürfen. Und dabei leistest du als einzelner Tourist einen wertvollen Beitrag.

Sei dir dennoch immer darüber im Klaren, dass selbst in den verantwortungsvollsten ethischen Einrichtungen die Elefanten in Gefangenschaft leben müssen. Sie werden nie wieder wild und frei sein, so wie sie es eigentlich sein sollten! Sie sind hier in dieser Situation gefangen, weil viele Menschen vor uns und leider auch noch viele Menschen nach uns den Wunsch verspüren, sie aus nächster Nähe zu erleben. 

Behalte dir die Vision Lek Chailerts im Kopf, in der keine derartigen Einrichtungen mehr nötig sein werden, da wir alle verstanden haben, dass Elefanten nicht in die Obhut des Menschen, sondern in die freie Wildbahn gehören!

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